Dülmen Standard 6.5.07 
06 Mai 2007
Wir sind wieder wohlbehalten aus Hamburg zurück und da gab es eine Menge zu entdecken. Ich wollte es eigentlich schon längst verbloggt haben (man merkt meinem Blog an, dass es etwas persönlicher wurde in der letzten Zeit - ja, in der Tat bewege ich mich an der Kante zwischen Blog und Information nun mehr in die Richtung "Blog" - was aber nicht heissen soll, dass das Pendel nicht noch in die andere Richtung ausschlagen soll).
Wie, was und wo wir in Hamburg waren, spare ich mir für ein späteres Kapitel auf. Heute war ich in Dülmen um nach längerer Magic-Abszinenz (irgendwie hatte ich da nicht so viel Zeit wie ich mir gewünscht hätte) mal wieder was zu spielen.
Vom Julian (der berichtete, er sei neulich beim Future Sight Prerelease bei acht Leuten in die Top8 gekommen - Glückwunsch!) musste ich mir erst mal wieder die Grundbegriffe erklären lassen - was sind eigentlich Länder und wie geht das mit dem Mana tappen. Ok, ist ja so wie Fahrrad fahren (was man auch mal öfter machen sollte) und mit gutem Mut ging es zur Anmeldung. Dort gab ich eine Deckliste ab, die in etwa der folgenden entspricht. Das Dragonstorm-Deck habe ich schon länger in der Kiste liegen, aber bisher nicht zur Turnierumgebung mitgenommen.
Auch wenn mich so einige Deckideen gereizt haben, so richtig Laune, ein neues zu bauen - wieder mal kurz vor Schluss - und dann ungetestet an den Start zu gehen, hatte ich auch wieder nicht.
4 Shivan Reef
4 Steam Vents
5 Mountain
7 Island
1 Dreadform Cliff
3 Remand (statt Izzet Signet)
4 Lotus Bloom
4 Dragonstorm
4 Seething Song
4 Rite of Flame
2 Hunted Dragon
4 Bogadan Hellkite
1 Telling Time
4 Sleight of Hand
3 Gigadrowse
4 Compulsive Research
2 Stuffy Doll
3 Ignorant Bliss
3 Pyroclasm
2 Millstone
2 Disrupting Scepter
2 Moratorium Stone
1 Govern the Guildless
Hm - das Sideboard fand ich etwas komisch, habe es aber nicht grossartig angepackt. Da die Izzet Signets aus dem Main durch Remands verdrängt wurden (Danke KMB für den Tipp) überlegte ich, die ins Sideboard zu packen - aber da wollte alles drin bleiben. Stuffy Doll und Bliss dürften noch einleuchten; auch Pyroclasm ist logisch, der Rest ist eher... innovativ. Und auch wieder nicht. Standardkarten fürs Sideboard noch aus der ur-ur-uralten Zeit waren Millstone und Scepter und da mir nichts besseres einfiel kamen diese an Bord. Govern sollte was gegen dicke Kreaturen machen (ich schaue auf dich, Spectral Force) und Moratorium Stone war das nächstbeste gegen Projekt X.
Wie gesagt, so viele Gedanken habe ich mir zum Sideboard nicht gemacht, und als jemand neben mir ein Demonfire spielte, ... da fehlte mir plötzlich was.
Mo stürmte vorbei und suchte Hunted Dragons, aber ich hatte leider nur die zwei aus dem Deck dabei - was er wohl spielen wollte... :)
Beginnen wir mit Runde 1 - an Tisch 80, nur ganz knapp vor der Gardine in der letzten Ecke. Nun hatte ich extra das Couchmagic-T-Shirt angezogen (und wollte mit diesem Blog quasi das obligatorische Foto(*), das die Trader machen, zum einen als Werbeträger nutzen und zum anderen dieses T-Shirt zur Vermarktung anbieten) - aber ich musste das mühsam einzeln machen. Dabei schienen Guido und der Frisör nicht abgeneigt zu sein.. :)
(*) EDIT: Tja, wie schon vermutet, kann man es hier nicht so ganz genau betrachten...

"Sandra Baranski" stand als Gegnerin auf dem Zettel mit den Pairings und sie zog nach dem Mischen direkt sieben Karten. Aber wer soll denn überhaupt anfangen. "Mir egal, fang du an." sagte sie, ihre Karten sortierend. Hm.
Ich drängte ihr das Ritual des "gerade/ungerade" würfelns auf - weil ich nur den Würfel aus dem Future Sight Fatpack eingesteckt hatte und höher würfeln mit dem Zählwürfel so eine Sache ist (dazu später mehr). Während sich die 16 nach oben rollte, wählte sie "ungerade" und ich mischte nochmal ihr Deck und sie meins.
Immerhin brachte das Ritual eines, sie legte in jeder der vier folgenden Runden ein andersfarbiges Basic-Land auf den Tisch und legte Gemhide Sliver, einen weissen oder schwarzen 2/2 Sliver und Bonesplitter Sliver. Als ich in die Combo gehen wollte, fehlte mir genau ein Mana - ich kam nur auf sieben. Dafür hatte ich zwei Dragonstorm und zwei Hellkite auch noch auf der Hand. Nice. 0-1
In der zweiten Runde legte ich in der vierten oder fünften Runde drei Rite of Flame und Dragonstorm auf den Tisch und das Spiel war vorbei. Da Sandra ausser einem Plains auch nichts legte, wäre das Spiel ohnehin einem verpassten Mulligan zuzuschreiben. 1-1
Im dritten Spiel hielt ich eine langsam wirkende Hand und Sandra spielte von Beginn an Sliver um Sliver. Ich wünschte mir ein eingeboardetes Pyroclasm, das aber nicht kommen sollte. Im letztmöglichen Zug, ihr Angriff brachte mich zuvor auf 1 Leben, legte ich mit zwei Seething Song einen Hellkite (und auch in Sorcery-Geschwindigkeit - hätte man geschickter machen können), der Bonesplitter Sliver, einen 2/2 Sliver und Gemhide töten konnte, ein Fungus Sliver (!) blieb aber übrig. Die beiden Kreaturen starrten sich eine Runde an, dann zog ich Pyroclasm, das ich spielte um angreifen zu können.
Aber Sandra spielte meinen Nemesis - einen Two-Headed Sliver. Den konnte ich mit dem Hellkite nicht blocken und er wäre auf 1 Leben ziemlich tödlich. Dennoch wäre hier ein Lightning Helix spielentscheidener gewesen, denn mit einem zweiten Counter auf das Storage Land und einem weiteren Land von der Hand konnte ich den zweiten Hellkite legen und sie auf 0 bringen. 2-1 (1-0)
Fast wäre ich an einem vierfarbigen Sliver.dec mit komischen Karten eingegangen. Später erfuhr ich vom Patrick, dass die beiden (ihr Freund und sie) aus einem Dorf bei Dorsten kommen und sich bisher die Booster bei Karstadt holen, weil es da keinen Laden gibt und man da auch nicht FNM oder sowas zocken kann.
Bei der Unterhaltung warf ich auch Kiri noch den Link zu unserer Draftrunde zu, damit er sich auch mal auf dem eMail-Verteiler für die Termine setzen kann: magic.couchmagic.de
Runde 2 ging es dann an Tisch 57 zusammen mit Stefan Geiger. Mit seinem sechsseitigen Würfel brachten wir beide die fünf, dann entschied er mit 2-1 das Würfeln für sich.
Wie sich schnell heraussstellte, spielt er das Dralnu Deck und hat auch die Rewind drin, um was gegen Gigadrowse zu haben. Im ersten Spiel scheitere ich an seinem Screw, oder anders gesagt, ich war mit reichlich Ländern gesegnet. "Lieber screwed als flooded" war natürlich nur darum richtig, weil ich kein Bärchen auf dem Tisch hatte, das hätte in der Zwischenzeit schon Finisher spielen können. Als er Teferi legte und ich den Moment, Song und Hellkite zu spielen verpasste, gab ich etwas genervt auf. 0-1
Im zweiten Spiel begann ich und konnte auf Stefans Think Twice mit Song, Song, Hellkite reagieren (ein Rite war auch dabei), der ihn dann in drei Runden auf genau Null brachte. 1-1
Dafür begann Stefan die entscheidene Runde und ich entschied mich wieder, mehr Länder nachzuziehen. Nachdem ich zwei vergebliche Versuche, seine Länder per Gigadrowse zu tappen, mit einem Rewind beantwortet bekam, versuchte ich dann mal ins Blaue hinein - und er hatte das Blaue. Nach Teferi, Teachings, Dralnu brauchte ich dann auch nur noch aufgeben. 1-2 (1-1)
Mo stand direkt hinter David beim Kartenankauf und wir chatteten noch ein bisschen über die Hotelsituation in Strassburg. Dabei wusste ich doch gar nicht, wie das Hotel heisst, in dem wir gebucht haben. Aber ein kurzer Anruf zu Hause (oh, man macht gerade die Karazhan-Vorquesten, das Schattenlabyrinth ruft) brachte aber den Namen. Cap Europe Aparthotel an der Rue de Bitche. Wenn das kein Zeichen ist...
...damit kommen wir aber ohne Umwege zu Runde drei, die ich gegen Eugen Permann und sein RG Beatz an Tisch 89 (es ging also nach 80 doch noch weiter) spielte. Eugen wollte mit meinem Zählwürfel höher würfeln - er schaffte die sechs, ich dann die zwanzig. Dabei zog ich mir im ersten Spiel was Gutes zusammen. Als er mich auf 17 hatte, ging ich in die Combo, viermal Borgadan Hellkite bitte. Mit Sahne. Danke. 1-0
Im zweiten Spiel brachte er Pendlehaven und Llanowar Elf, danach noch zwei Elfen auf den Tisch. Ich wünschte mir ein Pyroclasm vorbei, aber das kam erst viel später - als ich schon einen Scrabclan Mauler gegenüberstand und auf 6 Leben war. Aber statt für fünf (Elf + Mauler) anzugreifen, spielte er eine lustige Giant Solifuge. 1-1
Im dritten Spiel fand er ein eingeboardetes Cryoclasm für meine Steam Vents, ein Krosan Grip für den Lotus Bloom und ausser blauem Mana hatte ich nichts, um meine roten Sprüche zu spielen. Entsprechend einfach gewann Eugen also. 1-2 (1-2)
Die Runde war noch lang, also schaute ich noch dem Mo zu, wie er sich gegen ein Firemane-Deck mit Schwarz statt blau schlug - und das sah eher zugunsten seines Gegners aus. Also ab zu McDonalds und schick Schicke Chickens verschickt - so in Richtung Bauch. Memo to self: vierjährige Mädchen nicht alleine bestellen lassen. Alternativ: nicht dahinter aufstellen.
Ab in die Ecke ging es dann wieder in Runde 4 mit Wolfgang Förster (WB). Wir spielten zunächst den Doppelmulligan, dann legte ich im ersten Spiel mit zugegeben sehr guter Hand (aber das darf ich doch auch mal) in Runde vier fünf Drachen auf den Tisch. Wolfgang staunte, als erklärte ich gerade drei Keplersche Gesetze... 1-0
Im zweiten Spiel tendentiell das Gleiche, ausser, dass sein Icatian Javelineer sechsmal angriff (mir einen Dragonstorm mit Castigate klaute) und ich erst später fünf Drachen auf den Tisch legte (Lotus und Ancestral sei Dank, die kann man so schön synchronisieren). 2-0 (2-2)
Ich tauschte noch ein bisschen - Pluto und zwei Kometen gegen die Erde mit was drauf - und taumelte zur nächsten Runde an Tisch 68, diesmal gegen Bernd Brendemühl. Mein Würfel war weg - vielleicht schob ich ihn zu Wolfgangs, der mir seine zwischenzeitlich leihte - darum würfelten wir mit Bernds Zählwürfel die höhere Zahl. Er die elf, ich wieder die zwanzig. Rein zufällig natürlich. Aber warum würfelt ihr auch "höher" mit durchnummerierten Würfeln?
Bernd legte im ersten Spiel drei Flagstones nacheinander, unterbrochen von Boom/Bust oder ähnlichen Spielereien mit Gargadons, an dem ich letztlich in Tateinheit mit einem zuvor speziell für diesen Zweck angeschafften Calciderm totgeschlagen wurde. 0-1
Wo sind meine Signets? Ach ja. Also Govern the Guildpact und zwei Stuffy Doll reingenommen (bestimmt gut gegen Schutz-vor-rot-Ritter oder Calciderms) - aber in der zweiten Runde sollte sich keine davon zeigen und ein Calciderm und "Paladin mit Speck" hauten mich direkt in die Drop-Box. 0-2 (2-3)
So fuhr ich also schon um fünf nach Hause, konnte aber beim Bossgegner im Schattenlabyrinth auch nicht mehr helfen und wurde nur noch von ständig links fahrenden Fiat-Sonntagsschleichern mit der schlimmsten Farbe genervt. Grün-Metallic. Nächstes Mal also doch wieder G-String...?!
[Mehr..!]
Wie, was und wo wir in Hamburg waren, spare ich mir für ein späteres Kapitel auf. Heute war ich in Dülmen um nach längerer Magic-Abszinenz (irgendwie hatte ich da nicht so viel Zeit wie ich mir gewünscht hätte) mal wieder was zu spielen.
Vom Julian (der berichtete, er sei neulich beim Future Sight Prerelease bei acht Leuten in die Top8 gekommen - Glückwunsch!) musste ich mir erst mal wieder die Grundbegriffe erklären lassen - was sind eigentlich Länder und wie geht das mit dem Mana tappen. Ok, ist ja so wie Fahrrad fahren (was man auch mal öfter machen sollte) und mit gutem Mut ging es zur Anmeldung. Dort gab ich eine Deckliste ab, die in etwa der folgenden entspricht. Das Dragonstorm-Deck habe ich schon länger in der Kiste liegen, aber bisher nicht zur Turnierumgebung mitgenommen.
Auch wenn mich so einige Deckideen gereizt haben, so richtig Laune, ein neues zu bauen - wieder mal kurz vor Schluss - und dann ungetestet an den Start zu gehen, hatte ich auch wieder nicht.
Dragonstorm v1.2
Germagic Deckstats aufrufen4 Shivan Reef
4 Steam Vents
5 Mountain
7 Island
1 Dreadform Cliff
3 Remand (statt Izzet Signet)
4 Lotus Bloom
4 Dragonstorm
4 Seething Song
4 Rite of Flame
2 Hunted Dragon
4 Bogadan Hellkite
1 Telling Time
4 Sleight of Hand
3 Gigadrowse
4 Compulsive Research
sideboard
2 Stuffy Doll
3 Ignorant Bliss
3 Pyroclasm
2 Millstone
2 Disrupting Scepter
2 Moratorium Stone
1 Govern the Guildless
Hm - das Sideboard fand ich etwas komisch, habe es aber nicht grossartig angepackt. Da die Izzet Signets aus dem Main durch Remands verdrängt wurden (Danke KMB für den Tipp) überlegte ich, die ins Sideboard zu packen - aber da wollte alles drin bleiben. Stuffy Doll und Bliss dürften noch einleuchten; auch Pyroclasm ist logisch, der Rest ist eher... innovativ. Und auch wieder nicht. Standardkarten fürs Sideboard noch aus der ur-ur-uralten Zeit waren Millstone und Scepter und da mir nichts besseres einfiel kamen diese an Bord. Govern sollte was gegen dicke Kreaturen machen (ich schaue auf dich, Spectral Force) und Moratorium Stone war das nächstbeste gegen Projekt X.
Wie gesagt, so viele Gedanken habe ich mir zum Sideboard nicht gemacht, und als jemand neben mir ein Demonfire spielte, ... da fehlte mir plötzlich was.
Mo stürmte vorbei und suchte Hunted Dragons, aber ich hatte leider nur die zwei aus dem Deck dabei - was er wohl spielen wollte... :)
Beginnen wir mit Runde 1 - an Tisch 80, nur ganz knapp vor der Gardine in der letzten Ecke. Nun hatte ich extra das Couchmagic-T-Shirt angezogen (und wollte mit diesem Blog quasi das obligatorische Foto(*), das die Trader machen, zum einen als Werbeträger nutzen und zum anderen dieses T-Shirt zur Vermarktung anbieten) - aber ich musste das mühsam einzeln machen. Dabei schienen Guido und der Frisör nicht abgeneigt zu sein.. :)
(*) EDIT: Tja, wie schon vermutet, kann man es hier nicht so ganz genau betrachten...

"Sandra Baranski" stand als Gegnerin auf dem Zettel mit den Pairings und sie zog nach dem Mischen direkt sieben Karten. Aber wer soll denn überhaupt anfangen. "Mir egal, fang du an." sagte sie, ihre Karten sortierend. Hm.
Ich drängte ihr das Ritual des "gerade/ungerade" würfelns auf - weil ich nur den Würfel aus dem Future Sight Fatpack eingesteckt hatte und höher würfeln mit dem Zählwürfel so eine Sache ist (dazu später mehr). Während sich die 16 nach oben rollte, wählte sie "ungerade" und ich mischte nochmal ihr Deck und sie meins.
Immerhin brachte das Ritual eines, sie legte in jeder der vier folgenden Runden ein andersfarbiges Basic-Land auf den Tisch und legte Gemhide Sliver, einen weissen oder schwarzen 2/2 Sliver und Bonesplitter Sliver. Als ich in die Combo gehen wollte, fehlte mir genau ein Mana - ich kam nur auf sieben. Dafür hatte ich zwei Dragonstorm und zwei Hellkite auch noch auf der Hand. Nice. 0-1
In der zweiten Runde legte ich in der vierten oder fünften Runde drei Rite of Flame und Dragonstorm auf den Tisch und das Spiel war vorbei. Da Sandra ausser einem Plains auch nichts legte, wäre das Spiel ohnehin einem verpassten Mulligan zuzuschreiben. 1-1
Im dritten Spiel hielt ich eine langsam wirkende Hand und Sandra spielte von Beginn an Sliver um Sliver. Ich wünschte mir ein eingeboardetes Pyroclasm, das aber nicht kommen sollte. Im letztmöglichen Zug, ihr Angriff brachte mich zuvor auf 1 Leben, legte ich mit zwei Seething Song einen Hellkite (und auch in Sorcery-Geschwindigkeit - hätte man geschickter machen können), der Bonesplitter Sliver, einen 2/2 Sliver und Gemhide töten konnte, ein Fungus Sliver (!) blieb aber übrig. Die beiden Kreaturen starrten sich eine Runde an, dann zog ich Pyroclasm, das ich spielte um angreifen zu können.
Aber Sandra spielte meinen Nemesis - einen Two-Headed Sliver. Den konnte ich mit dem Hellkite nicht blocken und er wäre auf 1 Leben ziemlich tödlich. Dennoch wäre hier ein Lightning Helix spielentscheidener gewesen, denn mit einem zweiten Counter auf das Storage Land und einem weiteren Land von der Hand konnte ich den zweiten Hellkite legen und sie auf 0 bringen. 2-1 (1-0)
Fast wäre ich an einem vierfarbigen Sliver.dec mit komischen Karten eingegangen. Später erfuhr ich vom Patrick, dass die beiden (ihr Freund und sie) aus einem Dorf bei Dorsten kommen und sich bisher die Booster bei Karstadt holen, weil es da keinen Laden gibt und man da auch nicht FNM oder sowas zocken kann.
Bei der Unterhaltung warf ich auch Kiri noch den Link zu unserer Draftrunde zu, damit er sich auch mal auf dem eMail-Verteiler für die Termine setzen kann: magic.couchmagic.de
Runde 2 ging es dann an Tisch 57 zusammen mit Stefan Geiger. Mit seinem sechsseitigen Würfel brachten wir beide die fünf, dann entschied er mit 2-1 das Würfeln für sich.
Wie sich schnell heraussstellte, spielt er das Dralnu Deck und hat auch die Rewind drin, um was gegen Gigadrowse zu haben. Im ersten Spiel scheitere ich an seinem Screw, oder anders gesagt, ich war mit reichlich Ländern gesegnet. "Lieber screwed als flooded" war natürlich nur darum richtig, weil ich kein Bärchen auf dem Tisch hatte, das hätte in der Zwischenzeit schon Finisher spielen können. Als er Teferi legte und ich den Moment, Song und Hellkite zu spielen verpasste, gab ich etwas genervt auf. 0-1
Im zweiten Spiel begann ich und konnte auf Stefans Think Twice mit Song, Song, Hellkite reagieren (ein Rite war auch dabei), der ihn dann in drei Runden auf genau Null brachte. 1-1
Dafür begann Stefan die entscheidene Runde und ich entschied mich wieder, mehr Länder nachzuziehen. Nachdem ich zwei vergebliche Versuche, seine Länder per Gigadrowse zu tappen, mit einem Rewind beantwortet bekam, versuchte ich dann mal ins Blaue hinein - und er hatte das Blaue. Nach Teferi, Teachings, Dralnu brauchte ich dann auch nur noch aufgeben. 1-2 (1-1)
Mo stand direkt hinter David beim Kartenankauf und wir chatteten noch ein bisschen über die Hotelsituation in Strassburg. Dabei wusste ich doch gar nicht, wie das Hotel heisst, in dem wir gebucht haben. Aber ein kurzer Anruf zu Hause (oh, man macht gerade die Karazhan-Vorquesten, das Schattenlabyrinth ruft) brachte aber den Namen. Cap Europe Aparthotel an der Rue de Bitche. Wenn das kein Zeichen ist...
...damit kommen wir aber ohne Umwege zu Runde drei, die ich gegen Eugen Permann und sein RG Beatz an Tisch 89 (es ging also nach 80 doch noch weiter) spielte. Eugen wollte mit meinem Zählwürfel höher würfeln - er schaffte die sechs, ich dann die zwanzig. Dabei zog ich mir im ersten Spiel was Gutes zusammen. Als er mich auf 17 hatte, ging ich in die Combo, viermal Borgadan Hellkite bitte. Mit Sahne. Danke. 1-0
Im zweiten Spiel brachte er Pendlehaven und Llanowar Elf, danach noch zwei Elfen auf den Tisch. Ich wünschte mir ein Pyroclasm vorbei, aber das kam erst viel später - als ich schon einen Scrabclan Mauler gegenüberstand und auf 6 Leben war. Aber statt für fünf (Elf + Mauler) anzugreifen, spielte er eine lustige Giant Solifuge. 1-1
Im dritten Spiel fand er ein eingeboardetes Cryoclasm für meine Steam Vents, ein Krosan Grip für den Lotus Bloom und ausser blauem Mana hatte ich nichts, um meine roten Sprüche zu spielen. Entsprechend einfach gewann Eugen also. 1-2 (1-2)
Die Runde war noch lang, also schaute ich noch dem Mo zu, wie er sich gegen ein Firemane-Deck mit Schwarz statt blau schlug - und das sah eher zugunsten seines Gegners aus. Also ab zu McDonalds und schick Schicke Chickens verschickt - so in Richtung Bauch. Memo to self: vierjährige Mädchen nicht alleine bestellen lassen. Alternativ: nicht dahinter aufstellen.
Ab in die Ecke ging es dann wieder in Runde 4 mit Wolfgang Förster (WB). Wir spielten zunächst den Doppelmulligan, dann legte ich im ersten Spiel mit zugegeben sehr guter Hand (aber das darf ich doch auch mal) in Runde vier fünf Drachen auf den Tisch. Wolfgang staunte, als erklärte ich gerade drei Keplersche Gesetze... 1-0
Die Quadrate der Umlaufzeiten zweier eliptischer Planetenbahnen sind proportional zu den dritten Potenzen ihrer großen Halbachsen.
Im zweiten Spiel tendentiell das Gleiche, ausser, dass sein Icatian Javelineer sechsmal angriff (mir einen Dragonstorm mit Castigate klaute) und ich erst später fünf Drachen auf den Tisch legte (Lotus und Ancestral sei Dank, die kann man so schön synchronisieren). 2-0 (2-2)
Ich tauschte noch ein bisschen - Pluto und zwei Kometen gegen die Erde mit was drauf - und taumelte zur nächsten Runde an Tisch 68, diesmal gegen Bernd Brendemühl. Mein Würfel war weg - vielleicht schob ich ihn zu Wolfgangs, der mir seine zwischenzeitlich leihte - darum würfelten wir mit Bernds Zählwürfel die höhere Zahl. Er die elf, ich wieder die zwanzig. Rein zufällig natürlich. Aber warum würfelt ihr auch "höher" mit durchnummerierten Würfeln?
Bernd legte im ersten Spiel drei Flagstones nacheinander, unterbrochen von Boom/Bust oder ähnlichen Spielereien mit Gargadons, an dem ich letztlich in Tateinheit mit einem zuvor speziell für diesen Zweck angeschafften Calciderm totgeschlagen wurde. 0-1
Wo sind meine Signets? Ach ja. Also Govern the Guildpact und zwei Stuffy Doll reingenommen (bestimmt gut gegen Schutz-vor-rot-Ritter oder Calciderms) - aber in der zweiten Runde sollte sich keine davon zeigen und ein Calciderm und "Paladin mit Speck" hauten mich direkt in die Drop-Box. 0-2 (2-3)
So fuhr ich also schon um fünf nach Hause, konnte aber beim Bossgegner im Schattenlabyrinth auch nicht mehr helfen und wurde nur noch von ständig links fahrenden Fiat-Sonntagsschleichern mit der schlimmsten Farbe genervt. Grün-Metallic. Nächstes Mal also doch wieder G-String...?!
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Dülmen Standard 4.3.07 
04 März 2007
So richtig Lust auf Dülmen hatte ich nicht dieses Mal. Vielleicht so ein bisschen eine Magic-Müdigkeit, aber nächstes Wochenende würde es durch den GP Amsterdam ja auch wieder kurz werden. Warum also dann diesen Sonntag - statt sich erholungsweise mal auf die Couch zu legen - in die stickige Turnierhalle setzen und acht Stunden konzentrieren?
Das Jörg fahren wollte, motivierte mich dann aber ausreichend, und ich freue mich noch mehr, dass Christoph, Fabian und Gunnar auch mit von der Partie waren.
Mein Deck hatte ich wieder am Tag vorher zusammen gesetzt. Irgendwo müssten noch 4 Spectral Force rumliegen, von denen ich aber nur zwei fand:
8 Forest
5 Islands
1 Pendlehaven
1 Urza's Factory
3 Breeding Pool
4 Yavimaya Coast
4 Birds of Paradise
4 Llanowar Elves
4 Pongify
4 Scryb Ranger
3 Playmanta
1 Research/Development#
3 Mana Leak
4 Psionic Blast
2 Trygon Predator
1 Yavimaya Dryad
3 Call of the Herd
3 Timbermare
2 Spectral Force
1 Stonewood Invocation
1 Spell Burst
2 Gaea's Blessing
3 Gather Courage
2 Krosas Grip
2 Shadow of Doubt
4 Allosaurus Rider
Runde 1 beginnt und mein Gegner ist wieder Frank Kucher - der auch schon vor zwei Monaten in Runde 1 gegen mich gewinnen durfte. Auch heute bringen ihm zwei Siege das Spiel, im zweiten Spiel komme ich über 2 Länder nicht hinaus und irgendwas Managebendes kann er mit dem WUR Aggrocontrol Deck noch wegmachen. 0-2
Runde 2 setze ich mich dann am letzten Tisch 69 zu Patrick Tschirner, der ein WUG Deck spielt. Das erste Spiel ist knapp, ich verbastele es eine per Riftwing Cloudskate gebouncte Spectral Force rechtzeitig nochmal zu spielen und er kann sich von einem Leben wieder hocharbeiten. Das zweite Spiel kann ich recht eindeutig gewinnen, dafür beginnt er das dritte Spiel, dass dann wieder etwas knapper wird.
Die entscheidende Wendung kommt dann an der Stelle, an der er sich für Chord of Calling austappt (ich kenne die Mystic Snake, die er sich auf die Hand schickte) und ich den Psionic Blast anbringen konnte. 2-1
Runde 3 bestätigt René Rösner, dass Patrick tatsächlich auch Momentary Blink spielt, die in den drei Spielen nicht einmal gekommen sind. Schade.
René spielt schwarz/grün mit Spectral Force und Dark Confidant - im ersten Spiel zeigt letztere die erstere und ein Psionic Blast erledigt den Rest. Im zweiten Spiel geht es mit Loxodon Warhammer ein bisschen besser. Zwar kann ich per Pongify seinen equippen Call Token vom Kampf abhalten, aber der Lebenspunkte-Schwung wäre nicht so gravierend gewesen wie der zwei Runden später auf der Spectral Force.
Das dritte Spiel kommt ein Traumstart mit zweite Runde Call of Herd, das er mit Stonecloaker entfernt. Pongify macht aus meinem Elefanten nach seinem Block dann einen Affen und ich gewinne die dritte Runde 2-1.
Runde 4 sitzt Fabian links und Patrick Dickmann gegenüber von mir. Beide texten in bester Trash-Talk-Manier, aber ich texte zurück. Einige psychologische Sekunden später identifiziere ich Patricks WB Discard Deck als eine Panda-Variante die der Evil'schen vom Januar ähnlich sei. Weiterentwickelt halt.
In der ersten Partie nimmt er zwei Mulligans, ich bringe ihn wieder nur auf 1 Leben, von dem er sich mit Martyr of Sands wieder auf 10 bringt, was aber zwei Angriffe später (Spectral Force) wieder besser aussieht.
Das zweite Spiel wird länger, und da er seine drei Wraths nicht braucht, um die durch Bob gezogenen Karten zu spielen, darunter drei Mortify, gewinnt er recht souverän. Im dritten Spiel nehme ich einen Mulligan, bekomme dann aber nur Länder und als einzige Kreatur den 1/1 Flieger von der Starthand und ziehe drei Pongify. 1-2
Runde 5 beginnt kurze Zeit später und Alexander Podeschwa haut mich zweimal mit GW Glare. Ich boarde falsch, spiele die falschen Karten und entscheide mich noch für die falschen Alternativen. 0-2
Runde 6 dann mit Manuel Hagen das Rogue Deck - in diesem Fall UW Flieger. Im ersten Spiel nimmt er zwei Mulligans - und ich weis ja schon, dass ich gegen Gegner mti 5 Karten gewinnen kann. Im zweiten Spiel bekomme ich vier Scryb Ranger, die mit Schutz vor Blau zwar die Flieger gut aufhalten, aber nicht, dass er Worship und zwei der Enchantments, dass sich andere Permanents nicht anzielen lassen, auf den Tisch bringt. Das Sacred Mesa kann ich dann auch nicht mehr aufhalten. Ich concede und gewinne dann das dritte Spiel, während er noch auf zwei Islands sitzt per Weenie-Mode (drei Llanowars, zwei Ranger). 2-1
Fazit: 3-3 ist nicht ganz das, was ich mir erwartet habe, und schon wieder habe ich das Metagame anders erwartet. Es gab mehr Control-Decks als ich dachte - sonst kam mir Dülmen mehr Aggro vor. Gunnar plaziert sich noch in den Preisrängen (und zieht Extirpate aus dem einen Booster, so wird es gemacht!) und der Rest von uns wird einfach noch was üben...
[Mehr..!]
Das Jörg fahren wollte, motivierte mich dann aber ausreichend, und ich freue mich noch mehr, dass Christoph, Fabian und Gunnar auch mit von der Partie waren.
Mein Deck hatte ich wieder am Tag vorher zusammen gesetzt. Irgendwo müssten noch 4 Spectral Force rumliegen, von denen ich aber nur zwei fand:
deck
Germagic Deckstats aufrufen8 Forest
5 Islands
1 Pendlehaven
1 Urza's Factory
3 Breeding Pool
4 Yavimaya Coast
4 Birds of Paradise
4 Llanowar Elves
4 Pongify
4 Scryb Ranger
3 Playmanta
1 Research/Development#
3 Mana Leak
4 Psionic Blast
2 Trygon Predator
1 Yavimaya Dryad
3 Call of the Herd
3 Timbermare
2 Spectral Force
sideboard
1 Stonewood Invocation
1 Spell Burst
2 Gaea's Blessing
3 Gather Courage
2 Krosas Grip
2 Shadow of Doubt
4 Allosaurus Rider
Runde 1 beginnt und mein Gegner ist wieder Frank Kucher - der auch schon vor zwei Monaten in Runde 1 gegen mich gewinnen durfte. Auch heute bringen ihm zwei Siege das Spiel, im zweiten Spiel komme ich über 2 Länder nicht hinaus und irgendwas Managebendes kann er mit dem WUR Aggrocontrol Deck noch wegmachen. 0-2
Runde 2 setze ich mich dann am letzten Tisch 69 zu Patrick Tschirner, der ein WUG Deck spielt. Das erste Spiel ist knapp, ich verbastele es eine per Riftwing Cloudskate gebouncte Spectral Force rechtzeitig nochmal zu spielen und er kann sich von einem Leben wieder hocharbeiten. Das zweite Spiel kann ich recht eindeutig gewinnen, dafür beginnt er das dritte Spiel, dass dann wieder etwas knapper wird.
Die entscheidende Wendung kommt dann an der Stelle, an der er sich für Chord of Calling austappt (ich kenne die Mystic Snake, die er sich auf die Hand schickte) und ich den Psionic Blast anbringen konnte. 2-1
Runde 3 bestätigt René Rösner, dass Patrick tatsächlich auch Momentary Blink spielt, die in den drei Spielen nicht einmal gekommen sind. Schade.
René spielt schwarz/grün mit Spectral Force und Dark Confidant - im ersten Spiel zeigt letztere die erstere und ein Psionic Blast erledigt den Rest. Im zweiten Spiel geht es mit Loxodon Warhammer ein bisschen besser. Zwar kann ich per Pongify seinen equippen Call Token vom Kampf abhalten, aber der Lebenspunkte-Schwung wäre nicht so gravierend gewesen wie der zwei Runden später auf der Spectral Force.
Das dritte Spiel kommt ein Traumstart mit zweite Runde Call of Herd, das er mit Stonecloaker entfernt. Pongify macht aus meinem Elefanten nach seinem Block dann einen Affen und ich gewinne die dritte Runde 2-1.
Runde 4 sitzt Fabian links und Patrick Dickmann gegenüber von mir. Beide texten in bester Trash-Talk-Manier, aber ich texte zurück. Einige psychologische Sekunden später identifiziere ich Patricks WB Discard Deck als eine Panda-Variante die der Evil'schen vom Januar ähnlich sei. Weiterentwickelt halt.
In der ersten Partie nimmt er zwei Mulligans, ich bringe ihn wieder nur auf 1 Leben, von dem er sich mit Martyr of Sands wieder auf 10 bringt, was aber zwei Angriffe später (Spectral Force) wieder besser aussieht.
Das zweite Spiel wird länger, und da er seine drei Wraths nicht braucht, um die durch Bob gezogenen Karten zu spielen, darunter drei Mortify, gewinnt er recht souverän. Im dritten Spiel nehme ich einen Mulligan, bekomme dann aber nur Länder und als einzige Kreatur den 1/1 Flieger von der Starthand und ziehe drei Pongify. 1-2
Runde 5 beginnt kurze Zeit später und Alexander Podeschwa haut mich zweimal mit GW Glare. Ich boarde falsch, spiele die falschen Karten und entscheide mich noch für die falschen Alternativen. 0-2
Runde 6 dann mit Manuel Hagen das Rogue Deck - in diesem Fall UW Flieger. Im ersten Spiel nimmt er zwei Mulligans - und ich weis ja schon, dass ich gegen Gegner mti 5 Karten gewinnen kann. Im zweiten Spiel bekomme ich vier Scryb Ranger, die mit Schutz vor Blau zwar die Flieger gut aufhalten, aber nicht, dass er Worship und zwei der Enchantments, dass sich andere Permanents nicht anzielen lassen, auf den Tisch bringt. Das Sacred Mesa kann ich dann auch nicht mehr aufhalten. Ich concede und gewinne dann das dritte Spiel, während er noch auf zwei Islands sitzt per Weenie-Mode (drei Llanowars, zwei Ranger). 2-1
Fazit: 3-3 ist nicht ganz das, was ich mir erwartet habe, und schon wieder habe ich das Metagame anders erwartet. Es gab mehr Control-Decks als ich dachte - sonst kam mir Dülmen mehr Aggro vor. Gunnar plaziert sich noch in den Preisrängen (und zieht Extirpate aus dem einen Booster, so wird es gemacht!) und der Rest von uns wird einfach noch was üben...
Labels: Standard
[Mehr..!]
Pandas im Nebel 
17 Januar 2007
Dies ist der Blogeintrag zum Standard-Turnier letzten Sonntag und erzählt von einem, der auszog, um mit einem schlechten Deck schlecht zu spielen.
Teil 3 - Dülmen Standard 14. Januar 2007
Ich habe es wieder getan. Inspiriert durch die letzten Turnierergebnisse landete ich irgendwann mal bei diesem Deck:
Orzhov Aggro von Martin Brenner
Nun kenne ich den Martin Brenner nicht, aber sein Deck fand ich sehr inspirierend. Warum, weiss ich aktuell nicht mehr, aber als ich an diesem Freitag nacht auf die Deckliste schaute, guckte eine attraktive Deckliste zurück. Als ob Homer Simpson eine Schachtel Donuts öffnet...
Ich begann die Karten für dieses Deck zusammenzuwerfen und stellte fest, dass ich auch hier improvisieren müsste. Denn zunächst wollte ich eigentlich was anderes spielen, wofür ich nicht die richtigen Karten hatte.
Ich entdeckte, dass viele Karten dieses Decks aus meinem alten Rakdos-Deck kommen müssen, das ohnehin veraltet war und erneuert werden wollte. Prima.
Beim Ausseinandernehmen möchte ich auf Demonfire nicht verzichten. Denn Counterspells mit Buyback würden wohl schon unterwegs sein, ob nun per Spell Burst oder per Dralnu. Also wird die Liste so abgeändert, dass Demonfire noch passt.
Was ein Glück, meine Savannah Lions fanden gerade wieder durch den Tauschordner den Weg ins Freie. Gespielt habe ich dann dieses hier:
3 Sulfurous Springs
2 Sacrecd Foundry
2 Battlefield Forge
4 Godless Shrine
4 Caves of Koilos
2 Orzhov Basilica
3 Plains
3 Swamp
3 Martyr of Sands
4 Ravenous Rats
3 Hypnotic Specter
4 Knight of the Holy Nimbus
3 Ronom Unicorn
4 Dark Confidant
3 Ghost Council of Orzhova
2 Demonfire
3 Persecute
1 Faith's Fetters
4 Castigate
2 Temporal Isolation
1 Pillory of the Sleepless
1 Persecute
2 Shadow of Doubt
1 Mortify
2 Orzhov Pontiff
1 Faith's Fetters
2 Last Gasp
1 Demonfire
2 Jagged Poppet
3 Rain of Gore
Im Nachhinein ärgere ich mich über die drei Persecute im Maindeck. Die waren immer ein absoluter Stolperstein und Discard-technisch ähnlich war Martins Deck auch aufgebaut; ich kann mir nicht vorstellen, dass er damit gute Erfolge gemacht hat, denn der Discard über Castigate reichte im Normalfall aus. Oft war Persecute nur der schlimmste anzunehmende Unfall, wenn man den Bob draussen hat.
Nach der Anmeldung spielten Evil und ich ein paar Spiele gegeneinander und ich hatte keine Chance. Sein Deck (auch Orzhov Aggro) war in vielen Punkten wirklich besser in der Kartenwahl. Er spielte beispielsweise Stupor statt Persecute, die einen ausreichend ähnlichen Effekt hatte. Auch waren seine Racks die bessere Wahl in manchem Spiel – dafür hatte er weniger rot drin als im mono-grünen Deck. Anfangs fand ich das rot störend, aber während der Spiele änderte sich das. Verlassen wir also die endlos scheindende Weinerei und betrachten die Spiele:
Runde 1 – Raphael Dolscheid (Projekt X) – 3. Platz
In der ersten Runde ist immer die Frage, wer ist das First-turn-Kiddie, er oder ich. Auch in der ersten Runde sind meine Aufzeichnungen immer besonders ausführlich. Das brauche ich diesmal allerdings nicht, denn beide Spiele gegen Raphael verliefen ähnlich, denn er kann die Combo zweimal in Ruhe durchziehen.
0-1
Nach der Runde fragen mich mehrere Leute, wie ich gespielt hätte und gegen wen – dabei fällt mir auf, dass niemand mit dem Begriff „Projekt X“ etwas anzufangen weiss. Projekt X will einen Soul Warden im Spiel haben und dann mit Saffi Eriksdotter und Crypt Champion beliebig oft die jeweils andere Karte aus dem Friedhof ins Spiel holen. Beliebig ist danach auch der Lebenspunktestand oder die Anzahl von Graveborn-Tokens (3/1er mit Haste soweit ich weiss).
Gut, also bin ich das first round Kiddie. Und wer vielleicht meint ich sei darüber sauer – quatsch. Dann würde ich nicht erklären, was Projekt X ist. Ich habe mir seine Combo mit Freude angesehen und finde es auch super, dass er damit auf den insgesamt dritten Platz gekommen ist. Es lag zum Teil wohl daran, dass niemand „Projekt X“ kannte, aber Raphael hat auch eine gute Liste gespielt die aus meiner Sicht gegen vieles gerüstet war. Alles? We’ll see...
EDIT 25.1.: Oh, der Hanno präsentiert Raphael's Artikel am Freitag, ich bin schon ganz aufgeregt. Hier schonmal der Link, klappt dann bestimmt. Oh, wie er mich als Bauer betiteln wird... :)
Runde 2 – Eugen Permann (UR „Haufen“) – 28. Platz
Was mir von diesem Spiel noch im Gedächnis blieb, war Eugens Jammerei. Fast jede Karte, die ich spielte, bekam ein „Oh nein“ oder „Nicht diese...“ entgegengesetzt. Hm. Meint er, wenn er genug jammert, gebe ich einfach auf?
„Ach komm, Eugen, wenn du nicht mit meinen Caves of Koilos zurecht kommst, dann spiele ich die eben nicht.“
Und dabei spielte er blau – also auch Counterspells; aber es war fast so als würde Eugen alles countern – einen Teil tatsächlich, den anderen verbal.
Im ersten Spiel bringen ihn ein Hippie und ein bisschen Kleinzeug auf 8 Leben. Durch mit „Hippiehippiehippie“-Rufen begleitete Angriffe bringe ich ihn ein bisschen auf die Palme – nur fair. Eine Ghost Council muss dann auf vereinsamten Feldern den Rest (die 8 Leben) machen, scheitert aber drei Runden später, weil der Anteil der Felder zunimmt (nur Länder gezogen, keine Tiere zum Opfern mehr). Sein Niv-Mizzet erledigt in der Zwischenzeit meinen Weg von 20 auf 0. Komisches Spiel.
Im zweiten Spiel dann völlig anders, aber spannend, geht er bis auf 4 Leben runter, kann aber durch Triskelavus und Teferi mich eine Runde früher auf 0 bringen. Eugen erzählt mir nach dem Spiel, dass er einfach alle guten blauen Karten zusammengeschmissen hat. „Haufen“ ist daher nicht unbedingt meine Bezeichnung...
0-2
In dieser Runde sassen wir in der letzten Tischreihe mit ein paar absoluten Berühmtheiten in einer Reihe. Nicht nur der vorherige Gewinner (Alexander Bluhm) sondern auch TrashT und Evilbernd himself sassen hier am „letzten Tisch“. Ein Toptable.
Runde 3 – Alexander Bluhm (UG Beats) – 37. Platz
Diesmal nicht mit dem Dragonstorm unterwegs sondern einfach mit Flying Man/Unstable Mutation, wahlweise auch grüne Äquivalente dazu, waren diesmal Alex’ Plan. Im ersten Spiel war ich colorscrewed (kein Schwarz) und im zweiten Spiel kam ich nicht über zwei Länder hinaus, so dass ich mich nicht mal wehren konnte. 0-3
Runde 4 – Patrick Nierhaus (WU Klaudeck) – 60. Platz
Meinen ersten Win durfte ich gegen einen „Oberhausener“ erspielen. Sein Deck war an einigen Stellen optimierungsbedüftig, das war schon in der letzten Runde aufgefallen als er nebenan spielte. Sein Plan basierte auf Kreaturen mit Tapfähigkeiten (diese Commons, die wir aus den Coldsnap und RGD-Drafts kennen) und Dream Leash, abgerundet durch ein paar gefähliche 5- und 6-drops wie Pentarch Paladin und Adakar Valkyre. Das erkannte ich im ersten Spiel, in dem ich nur zwei Tiere zog (eins davon klaute er mir) und entsprechend verlor. Danach dann eben schneller gewonnen. Icy war zwar mal turniertauglich, aber nicht als 1/1 Flieger... 1-3
Man merkt erst, wie viele Sac-Outlets man für Orzhov Pontiff’s Haunt hat, wenn man sich die Martyr of Sands genauer ansieht... gemein...
Runde 5 – Manuel Faber (UW Tron) – 64. Platz
Beide Runden gegen Manuel haben mir wirklich Spass gemacht.
Im ersten Spiel vervollständigt sich sein Tron erst spät, aber er kann sich dank Martyr of Sands genug Leben geben um mein Unicorn ein paar Runden auszuhalten. Als ich genug Tiere spiele, kommt bei ihm das Wrath (nicht ganz unerwartet) und Chronosavant. Für letzteren habe ich mir ein Pillory of the Sleepless aufbewahrt. Es folgt eine hohe Anzahl von Zügen, in denen wir beide Länder spielen und abgeben. Dann folgt eine Reihe von seltsamen Zügen.
Durch das Pillory ist er inzwischen auf circa neun Leben gefallen. Ich habe ein Demonfire und eine weitere Karte auf der Hand und ich könnte ihn mit, wenn ich mich recht erinnere, elf Ländern locker töten – aber ein Demonfire müsste hellbent gespielt werden und ich muss noch die zweite Karte loswerden. Meine Hoffnung ist also, wenn ich die zweite Karte spiele und ein Land oder etwas billiges nachziehe, kann ich den Demonfire „hellbent“ spielen. Aber ich ziehe Orzhova. Er countert sie mit Buyback. Mit dem verbleibenden Mana könnte ich Demonfire für sechs machen, lasse es aber. Er spielt bei 7 Leben ein Wrath, um den Pillory los zu werden. Brav.
Ich ziehe – Persecute. Leider wieder zu teuer. Spiele Persecute, er countert mit Buyback. Wieder ein Mana zu wenig für das Demonfire. Bei ihm kommt eine Kreatur (weiss nicht mehr was) und ich ziehe wieder Orzhova – so viele 4-mana Sprüche habe ich doch gar nicht drin! Und ich müsste nur was für drei oder weniger ziehen und ich könnte einen Demonfire spielen. Ich spiele Orzhova, er countert mit Spell Burst, ohne Buyback und lässt sich noch 3 Mana über. Was so aussah wie ein Spielfehler könnte ein geschickter zweiter Counter zur Absicherung gewesen sein. In der folgenden Runde ziehe ich endlich einen Knight, Unicorn oder Bob oder so was ... PS: Demonfire you.
Im zweiten Spiel dominieren die Jagged Poppet. Ja, Poppets. Sie. Sind. So. Gut. Ich bekomme eine davon früh auf den Tisch, die mit Condemn unter mein Deck wandert und spiele die zweite aus, die ich gerade zog, worauf Manuel keine Antwort hat. Bei ihm liegen Martyr of Sands zum Blocken, da ich aber aggressiv meine Hand leer bekommen möchte, nehme ich einen Block in Kauf und bevor er sechs Mana für ein Proclamation-Forecast zusammen hat, kann ein Poppet ungeblockt durchkommen und zwei Proclamations klauen. Gut – Stupor wäre hier ähnlich effizient gewesen, aber ab da kam dann die spieltechnische Überlegung, dass ich ja mit den Poppets gar nicht seine Counterspells verhindern kann, obwohl eigentlich doch, denn Spell Burst hilft nicht viel und auch ein Wrath of God konnte ich (IIRC zog er es nach einem Remand) ihn discarden lassen. Lief halt schlecht für ihn, hätte auch anders kommen können.
2-3
Runde 6 – Ralf Bergmann(?) (WB Aggro/Control) – 34. Platz
Ralf spielte die gleichen Farben wie ich und unsere Karten ähnelten sich stark. Nur hatte er nach dem Boarden noch ein paar teuere Karten wie den Angel of Despair oder Debtor’s Knell im Deck (ich vermute ja, dass er einen Control Plan im Board hatte) und baute dafür auch auf die Phyrexian Arena statt auf den Dark Confidant.
Die ersten beiden Spiele teilten wir uns (eins davon mit PS: Demonfire you) und im dritten Spiel sah es zunächst so aus, dass ich ihn anfangs mit einigen kleinen Kreaturen überrennen könnte, da er keinen der angeblich vier Wraths fand. Rechtzeitig bevor ich ihm die letzten Lebenspunkte weghippihippiehauchen konnte, fand er aber den Massenvernichter und ab da ging es für mich abwärts. Das Spiel ging in die Extrazüge und damit ich den vierten noch erlebe, muss ich schon Last Gasp auf einen 5/5 Engel spielen, einen rettenden Demonfire fand ich diesmal aber leider nicht. 2-4
Runde 7 – Daniela Hartmann (WRB This Girl) – 62. Platz
Wobei “this girl” sich auf das Deck beziehen soll. Also auch. Bei ihr sah ich zum Ersten Mal Firemane Angel – ich hätte sie häufiger vermutet und kann im ersten Spiel ihr Leben nicht unter 20 drücken, obwohl ich ihr schon mindestens 30 Schaden zufügte. Bei genug Mana läuft die Control-Seite von This Girl und so war es dann auch. Wrath und anschliessende Engel-Action mal wieder.
Ich nahm die Last Gasp und Rain of Gore ins Main Deck (letztere sind drei, damit sie mit den Martyr of Sands tauschen können). Zur Abwechslung bekam ich mal ein Rain of Gore und konnte Daniela mit einem Demonfire auf 3 Leben drücken (diesmal behielt ich den nicht auf der Hand sondern spielte ihn etwas früher). Sie verlor das zweite Spiel mit Faith’s Fetters auf der Hand.
Im letzten Spiel entschied sich mein Deck, so ich mich richtig erinnere, mir mal den broken Draw zu geben, und Daniela’s Deck versteckte die Wraths. Einmal Weenierush also. 3-4
Mit 3-4 landete ich also auf dem 41. Platz und nur knapp schlechter als das angepeilte 4-3. Till gewann ein Display voller „Buster“ und ich sollte mir echt mal überlegen, ein Deck vor einem Turniertag mal zu spielen – vielleicht wäre mir dann auch aufgefallen, dass die Persecutes main nichts bringen...
[Mehr..!]
Teil 3 - Dülmen Standard 14. Januar 2007
Ich habe es wieder getan. Inspiriert durch die letzten Turnierergebnisse landete ich irgendwann mal bei diesem Deck:
Orzhov Aggro von Martin Brenner
Nun kenne ich den Martin Brenner nicht, aber sein Deck fand ich sehr inspirierend. Warum, weiss ich aktuell nicht mehr, aber als ich an diesem Freitag nacht auf die Deckliste schaute, guckte eine attraktive Deckliste zurück. Als ob Homer Simpson eine Schachtel Donuts öffnet...
Ich begann die Karten für dieses Deck zusammenzuwerfen und stellte fest, dass ich auch hier improvisieren müsste. Denn zunächst wollte ich eigentlich was anderes spielen, wofür ich nicht die richtigen Karten hatte.
Ich entdeckte, dass viele Karten dieses Decks aus meinem alten Rakdos-Deck kommen müssen, das ohnehin veraltet war und erneuert werden wollte. Prima.
Beim Ausseinandernehmen möchte ich auf Demonfire nicht verzichten. Denn Counterspells mit Buyback würden wohl schon unterwegs sein, ob nun per Spell Burst oder per Dralnu. Also wird die Liste so abgeändert, dass Demonfire noch passt.
Was ein Glück, meine Savannah Lions fanden gerade wieder durch den Tauschordner den Weg ins Freie. Gespielt habe ich dann dieses hier:
deck
Germagic Deckstats aufrufen3 Sulfurous Springs
2 Sacrecd Foundry
2 Battlefield Forge
4 Godless Shrine
4 Caves of Koilos
2 Orzhov Basilica
3 Plains
3 Swamp
3 Martyr of Sands
4 Ravenous Rats
3 Hypnotic Specter
4 Knight of the Holy Nimbus
3 Ronom Unicorn
4 Dark Confidant
3 Ghost Council of Orzhova
2 Demonfire
3 Persecute
1 Faith's Fetters
4 Castigate
2 Temporal Isolation
1 Pillory of the Sleepless
sideboard
1 Persecute
2 Shadow of Doubt
1 Mortify
2 Orzhov Pontiff
1 Faith's Fetters
2 Last Gasp
1 Demonfire
2 Jagged Poppet
3 Rain of Gore
Im Nachhinein ärgere ich mich über die drei Persecute im Maindeck. Die waren immer ein absoluter Stolperstein und Discard-technisch ähnlich war Martins Deck auch aufgebaut; ich kann mir nicht vorstellen, dass er damit gute Erfolge gemacht hat, denn der Discard über Castigate reichte im Normalfall aus. Oft war Persecute nur der schlimmste anzunehmende Unfall, wenn man den Bob draussen hat.
Nach der Anmeldung spielten Evil und ich ein paar Spiele gegeneinander und ich hatte keine Chance. Sein Deck (auch Orzhov Aggro) war in vielen Punkten wirklich besser in der Kartenwahl. Er spielte beispielsweise Stupor statt Persecute, die einen ausreichend ähnlichen Effekt hatte. Auch waren seine Racks die bessere Wahl in manchem Spiel – dafür hatte er weniger rot drin als im mono-grünen Deck. Anfangs fand ich das rot störend, aber während der Spiele änderte sich das. Verlassen wir also die endlos scheindende Weinerei und betrachten die Spiele:
Runde 1 – Raphael Dolscheid (Projekt X) – 3. Platz
In der ersten Runde ist immer die Frage, wer ist das First-turn-Kiddie, er oder ich. Auch in der ersten Runde sind meine Aufzeichnungen immer besonders ausführlich. Das brauche ich diesmal allerdings nicht, denn beide Spiele gegen Raphael verliefen ähnlich, denn er kann die Combo zweimal in Ruhe durchziehen.
0-1
Nach der Runde fragen mich mehrere Leute, wie ich gespielt hätte und gegen wen – dabei fällt mir auf, dass niemand mit dem Begriff „Projekt X“ etwas anzufangen weiss. Projekt X will einen Soul Warden im Spiel haben und dann mit Saffi Eriksdotter und Crypt Champion beliebig oft die jeweils andere Karte aus dem Friedhof ins Spiel holen. Beliebig ist danach auch der Lebenspunktestand oder die Anzahl von Graveborn-Tokens (3/1er mit Haste soweit ich weiss).
Gut, also bin ich das first round Kiddie. Und wer vielleicht meint ich sei darüber sauer – quatsch. Dann würde ich nicht erklären, was Projekt X ist. Ich habe mir seine Combo mit Freude angesehen und finde es auch super, dass er damit auf den insgesamt dritten Platz gekommen ist. Es lag zum Teil wohl daran, dass niemand „Projekt X“ kannte, aber Raphael hat auch eine gute Liste gespielt die aus meiner Sicht gegen vieles gerüstet war. Alles? We’ll see...
EDIT 25.1.: Oh, der Hanno präsentiert Raphael's Artikel am Freitag, ich bin schon ganz aufgeregt. Hier schonmal der Link, klappt dann bestimmt. Oh, wie er mich als Bauer betiteln wird... :)
Runde 2 – Eugen Permann (UR „Haufen“) – 28. Platz
Was mir von diesem Spiel noch im Gedächnis blieb, war Eugens Jammerei. Fast jede Karte, die ich spielte, bekam ein „Oh nein“ oder „Nicht diese...“ entgegengesetzt. Hm. Meint er, wenn er genug jammert, gebe ich einfach auf?
„Ach komm, Eugen, wenn du nicht mit meinen Caves of Koilos zurecht kommst, dann spiele ich die eben nicht.“
Und dabei spielte er blau – also auch Counterspells; aber es war fast so als würde Eugen alles countern – einen Teil tatsächlich, den anderen verbal.
Im ersten Spiel bringen ihn ein Hippie und ein bisschen Kleinzeug auf 8 Leben. Durch mit „Hippiehippiehippie“-Rufen begleitete Angriffe bringe ich ihn ein bisschen auf die Palme – nur fair. Eine Ghost Council muss dann auf vereinsamten Feldern den Rest (die 8 Leben) machen, scheitert aber drei Runden später, weil der Anteil der Felder zunimmt (nur Länder gezogen, keine Tiere zum Opfern mehr). Sein Niv-Mizzet erledigt in der Zwischenzeit meinen Weg von 20 auf 0. Komisches Spiel.
Im zweiten Spiel dann völlig anders, aber spannend, geht er bis auf 4 Leben runter, kann aber durch Triskelavus und Teferi mich eine Runde früher auf 0 bringen. Eugen erzählt mir nach dem Spiel, dass er einfach alle guten blauen Karten zusammengeschmissen hat. „Haufen“ ist daher nicht unbedingt meine Bezeichnung...
0-2
In dieser Runde sassen wir in der letzten Tischreihe mit ein paar absoluten Berühmtheiten in einer Reihe. Nicht nur der vorherige Gewinner (Alexander Bluhm) sondern auch TrashT und Evilbernd himself sassen hier am „letzten Tisch“. Ein Toptable.
Runde 3 – Alexander Bluhm (UG Beats) – 37. Platz
Diesmal nicht mit dem Dragonstorm unterwegs sondern einfach mit Flying Man/Unstable Mutation, wahlweise auch grüne Äquivalente dazu, waren diesmal Alex’ Plan. Im ersten Spiel war ich colorscrewed (kein Schwarz) und im zweiten Spiel kam ich nicht über zwei Länder hinaus, so dass ich mich nicht mal wehren konnte. 0-3
Runde 4 – Patrick Nierhaus (WU Klaudeck) – 60. Platz
Meinen ersten Win durfte ich gegen einen „Oberhausener“ erspielen. Sein Deck war an einigen Stellen optimierungsbedüftig, das war schon in der letzten Runde aufgefallen als er nebenan spielte. Sein Plan basierte auf Kreaturen mit Tapfähigkeiten (diese Commons, die wir aus den Coldsnap und RGD-Drafts kennen) und Dream Leash, abgerundet durch ein paar gefähliche 5- und 6-drops wie Pentarch Paladin und Adakar Valkyre. Das erkannte ich im ersten Spiel, in dem ich nur zwei Tiere zog (eins davon klaute er mir) und entsprechend verlor. Danach dann eben schneller gewonnen. Icy war zwar mal turniertauglich, aber nicht als 1/1 Flieger... 1-3
Man merkt erst, wie viele Sac-Outlets man für Orzhov Pontiff’s Haunt hat, wenn man sich die Martyr of Sands genauer ansieht... gemein...
Runde 5 – Manuel Faber (UW Tron) – 64. Platz
Beide Runden gegen Manuel haben mir wirklich Spass gemacht.
Im ersten Spiel vervollständigt sich sein Tron erst spät, aber er kann sich dank Martyr of Sands genug Leben geben um mein Unicorn ein paar Runden auszuhalten. Als ich genug Tiere spiele, kommt bei ihm das Wrath (nicht ganz unerwartet) und Chronosavant. Für letzteren habe ich mir ein Pillory of the Sleepless aufbewahrt. Es folgt eine hohe Anzahl von Zügen, in denen wir beide Länder spielen und abgeben. Dann folgt eine Reihe von seltsamen Zügen.
Durch das Pillory ist er inzwischen auf circa neun Leben gefallen. Ich habe ein Demonfire und eine weitere Karte auf der Hand und ich könnte ihn mit, wenn ich mich recht erinnere, elf Ländern locker töten – aber ein Demonfire müsste hellbent gespielt werden und ich muss noch die zweite Karte loswerden. Meine Hoffnung ist also, wenn ich die zweite Karte spiele und ein Land oder etwas billiges nachziehe, kann ich den Demonfire „hellbent“ spielen. Aber ich ziehe Orzhova. Er countert sie mit Buyback. Mit dem verbleibenden Mana könnte ich Demonfire für sechs machen, lasse es aber. Er spielt bei 7 Leben ein Wrath, um den Pillory los zu werden. Brav.
Ich ziehe – Persecute. Leider wieder zu teuer. Spiele Persecute, er countert mit Buyback. Wieder ein Mana zu wenig für das Demonfire. Bei ihm kommt eine Kreatur (weiss nicht mehr was) und ich ziehe wieder Orzhova – so viele 4-mana Sprüche habe ich doch gar nicht drin! Und ich müsste nur was für drei oder weniger ziehen und ich könnte einen Demonfire spielen. Ich spiele Orzhova, er countert mit Spell Burst, ohne Buyback und lässt sich noch 3 Mana über. Was so aussah wie ein Spielfehler könnte ein geschickter zweiter Counter zur Absicherung gewesen sein. In der folgenden Runde ziehe ich endlich einen Knight, Unicorn oder Bob oder so was ... PS: Demonfire you.
Im zweiten Spiel dominieren die Jagged Poppet. Ja, Poppets. Sie. Sind. So. Gut. Ich bekomme eine davon früh auf den Tisch, die mit Condemn unter mein Deck wandert und spiele die zweite aus, die ich gerade zog, worauf Manuel keine Antwort hat. Bei ihm liegen Martyr of Sands zum Blocken, da ich aber aggressiv meine Hand leer bekommen möchte, nehme ich einen Block in Kauf und bevor er sechs Mana für ein Proclamation-Forecast zusammen hat, kann ein Poppet ungeblockt durchkommen und zwei Proclamations klauen. Gut – Stupor wäre hier ähnlich effizient gewesen, aber ab da kam dann die spieltechnische Überlegung, dass ich ja mit den Poppets gar nicht seine Counterspells verhindern kann, obwohl eigentlich doch, denn Spell Burst hilft nicht viel und auch ein Wrath of God konnte ich (IIRC zog er es nach einem Remand) ihn discarden lassen. Lief halt schlecht für ihn, hätte auch anders kommen können.
2-3
Runde 6 – Ralf Bergmann(?) (WB Aggro/Control) – 34. Platz
Ralf spielte die gleichen Farben wie ich und unsere Karten ähnelten sich stark. Nur hatte er nach dem Boarden noch ein paar teuere Karten wie den Angel of Despair oder Debtor’s Knell im Deck (ich vermute ja, dass er einen Control Plan im Board hatte) und baute dafür auch auf die Phyrexian Arena statt auf den Dark Confidant.
Die ersten beiden Spiele teilten wir uns (eins davon mit PS: Demonfire you) und im dritten Spiel sah es zunächst so aus, dass ich ihn anfangs mit einigen kleinen Kreaturen überrennen könnte, da er keinen der angeblich vier Wraths fand. Rechtzeitig bevor ich ihm die letzten Lebenspunkte weghippihippiehauchen konnte, fand er aber den Massenvernichter und ab da ging es für mich abwärts. Das Spiel ging in die Extrazüge und damit ich den vierten noch erlebe, muss ich schon Last Gasp auf einen 5/5 Engel spielen, einen rettenden Demonfire fand ich diesmal aber leider nicht. 2-4
Runde 7 – Daniela Hartmann (WRB This Girl) – 62. Platz
Wobei “this girl” sich auf das Deck beziehen soll. Also auch. Bei ihr sah ich zum Ersten Mal Firemane Angel – ich hätte sie häufiger vermutet und kann im ersten Spiel ihr Leben nicht unter 20 drücken, obwohl ich ihr schon mindestens 30 Schaden zufügte. Bei genug Mana läuft die Control-Seite von This Girl und so war es dann auch. Wrath und anschliessende Engel-Action mal wieder.
Ich nahm die Last Gasp und Rain of Gore ins Main Deck (letztere sind drei, damit sie mit den Martyr of Sands tauschen können). Zur Abwechslung bekam ich mal ein Rain of Gore und konnte Daniela mit einem Demonfire auf 3 Leben drücken (diesmal behielt ich den nicht auf der Hand sondern spielte ihn etwas früher). Sie verlor das zweite Spiel mit Faith’s Fetters auf der Hand.
Im letzten Spiel entschied sich mein Deck, so ich mich richtig erinnere, mir mal den broken Draw zu geben, und Daniela’s Deck versteckte die Wraths. Einmal Weenierush also. 3-4
Mit 3-4 landete ich also auf dem 41. Platz und nur knapp schlechter als das angepeilte 4-3. Till gewann ein Display voller „Buster“ und ich sollte mir echt mal überlegen, ein Deck vor einem Turniertag mal zu spielen – vielleicht wäre mir dann auch aufgefallen, dass die Persecutes main nichts bringen...
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